Edelweißlahnerkopf
| Edelweißlahnerkopf | |
|---|---|
| Orte | Ramsau bei Berchtesgaden |
| Koordinaten | |
| Gebirge | Reiter Alpe |
| Höhe | 1953 m |
| Gestein | Dachsteinkalk |
| Erschließung | Weg; Steig |
| Dominanz | 820 m → Schottmalhorn |
| Gipfelkreuz | Ja |
Der Edelweißlahnerkopf ist ein 1.953 Meter hoher Randgipfel im Osten der Reiter Alpe beim Hintersee in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden.
Beschreibung
Im Nordwesten der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden fällt das Hochplateau der Reiter Alpe über eine Bergkette mit steilen Felswänden zum Hintersees (Ortsteil Hintersee) ab. Den Ostabschluss dieser Kette bildet der 1.953 Meter hohe Edelweißlahnerkopf.
Der Berg besitzt aufgrund seiner Lage am Rande des Hochplateaus ein sehr uneinheitliches Erscheinungsbild. Nach Südosten fällt er fast 500 Höhenmeter annähernd senkrecht zum Hintersee ab. Demgegenüber weist er nach Nordwesten ins Hochplateau nur ein kurzes steiles Gefälle auf, das nach rund 200 Höhenmetern bereits in die flachen Zonen der Hochebene über geht. Auf der Südwestseite schließt die Bergkette an, weshalb der Berg mit nur einem geringen Höhenunterschied zum Schottmalhorn über geht. Auf der Nordostseite besitzt er wieder ein größeres Gefälle, das über die Hüfelwand in die Eisbergscharte und zum Eisberg abstürzt.
Wie auch die anderen Berge in diesem Gebiet, so besteht auch der Edelweißlahnerkopf aus Dachsteinkalk. Das Gestein weist im Gipfelbereich eine relativ hohe Neigung in Nordwest-Südost-Richtung zum Hintersee auf. Besonders deutlich ist dies vom Eisberg aus zu sehen. Das Gestein ist meist offen zu sehen und nur Schichtweise, vor allem auf der Plateauseite, von Latschen und Gras bedeckt.
Der Berg bietet aufgrund seiner besonderen Lage einen makellosen Blick ins Tal zum Hintersee und eine kilometerweite Fernsicht über das Hochplateau und in die angrenzenden Gebirge wie zum Beispiel zum Lattengebirge und zum Hochkaltermassiv.
Gipfelkreuz
Auf der Spitze des Berges steht ein mehrere Meter hohes Gipfelkreuz. Es wurde nach langen Verhandlungen mit der zuständigen DAV-Sektion Traunstein im Jahre 1974 (laut Webseite 1975?) von der aus Tegernbach, Stadt Pfaffenhofen an der Ilm, stammenden Schützengesellschaft Tegernbach 1964 e. V. aufgestellt[1].
Das Kreuz besteht vollständig aus Holz und ist sehr schlicht gehalten. In seinem Querbalken findet sich der Spruch „GOTT SCHÜTZ DEN BERGFREUND“. Am Längsbalken ist etwa auf halber Höhe ein gerahmtes Gedenkbild an Sigmund Prummer angebracht. Dieser war damals der Hauptorganisator für die Aufstellung des Kreuzes. Ein Stück darunter hängt dann der metallene Gipfelbuchkasten mit Informationen zu den Aufstellern.
In unregelmäßigen Abständen feiert die Schützengesellschaft hier am Kreuz eine Bergmesse.[1]
Erschließung
Auf den hochalpinen Berg führen zwei Wege. Der Normalweg sind die beiden Wanderwege über die Reiter Alpe, die kurz vorm Gipfel aufeinander treffen. Sie kommen von der Neuen Traunsteiner Hütte und entlang des Grats vom Reiter Steinberg über das Schottmalhorn. Der zweite Weg ist ein Kletterweg aus der Eisbergscharte, vorbei an der Hüfelwand. Der Weg besteht überwiegend aus Felsgebilden über die geklettert werden muss. Er ist nirgendwo angeschrieben.
Name
Der Name Edelweißlahnerkopf beschreibt sowohl seine Form, als auch seine Flora. Kopf steht für einen eher rundlichen Gipfel, wie in der Berg im Wesentlichen besitzt. Lahner bezeichnet einen relativ flach abfallenden Hang. Dieser findet sich auf der Nordwestseite zum Hochplateau. Edelweiß ist eine typische Alpenblume in höheren Lagen. Sie findet sich im Frühjahr im abfallenden Hang.[2]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 https://tegernbach.de/sg64/2018-bergmesse/
- ↑ M. Zeller: Festschrift der Sektion Traunstein D.Ö.A.V. zur Ehre ihres 40-jährigen Bestandes. Traunstein 1909, Buchdruckerei Ed. Leopoldseder, S. 18 (Digialisat)