Impfzentrum Berchtesgadener Land

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Impfzentrum Berchtesgadener Land

Das Impfzentrum Berchtesgadener Land ist eine Einrichtung des Landratsamts Berchtesgadener Land im Zuge der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie.

Impfzentrum

Sitz des Impfzentrums Berchtesgadener Land ist ein gemietetes Büro- und Verwaltungsgebäude in Mitterfelden, Gemeinde Ainring. Zu den Aufgaben des Impfzentrums gehören neben der Durchführung von Impfungen auch die landkreisweite SARS-CoV-2-Impfkoordinierung sowie der Empfang der dem Landkreis zugewiesenen Impfdosen und die Weiterverteilung an andere Stellen wie etwa Hausärzte. Leiter der Einrichtung ist Dr. med. Joachim Leßke von der Kliniken Südostbayern AG.

Für die Durchführung von Impfungen ist im Erdgeschoss eine barrierefreie Impfstraße eingerichtet. Dort können bis zu 750 Impfungen am Tag vorgenommen werden. Eine weitere Impfstraße im Obergeschoss ist in Planung.

Wegweiser zum Impfzentrum

Das Impfzentrum befindet sich in der Industriestraße 9 in Mitterfelden, Ainring. Ab dem Kreisverkehr Schwimmbadstraße (BGL 10) / Salzstraße ist die Zufahrt ausgeschildert. Geöffnet ist das Impfzentrum von Montag bis Sonntag jeweils von 07:30 – 20:00 Uhr (Stand: 1. Mai 2021).

Außenstelle Berchtesgaden

Außenstelle Berchtesgaden im Alpencongress

Für die Bürger der fünf Talkesselgemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee existiert in der Marktgemeinde Berchtesgaden eine Außenstelle des Impfzentrums.

Die Außenstelle befindet sich im AlpenCongress Berchtesgaden in der Maximilianstraße 9 und ist von Montag bis Sonntag jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr (Stand: 1. Mai 2021) geöffnet. Pro Tag können hier bis zu 200 Impfungen durchgeführt werden.

Eine direkte Anmeldung für die Außenstelle Berchtesgaden ist nicht möglich. Registrierte Personen werden dieser anhand ihrer Postleitzahl zugewiesen.

Ablauf

Registrierung & Terminvergabe

Bevor eine Impfung gegen das Virus SARS-CoV-2 durchgeführt werden kann, müssen sich Impfwillige registrieren. Die Behörden stellen hierzu mit einer Online-Registrierung und einer telefonischen Registrierung zwei Varianten zur Verfügung. Die Online-Variante wird vom Freistaat Bayern zentral für alle bayerischen Impfzentren betrieben. Die telefonische Variante erfolgt direkt im Impfzentrum.

Ja nach Verfügbarkeit von Impfstoffen, werden in der folgenden Zeit die registrierten Personen anhand der in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV)[1] festgelegten Prioritätenliste zur Impfung eingeladen und aufgefordert einen fixen Termin zu vereinbaren.

Impfung

Zum Termin soll die angemeldete Person möglichst pünktlich erschienen, damit sich vor dem Gebäude keine Warteschlangen bilden und so potentielle Ansteckungen vermieden werden.

Im Impfzentrum findet zuerst eine Prüfung der persönlichen Daten und die Aushändigung eines Aufklärungsbogens statt. Anschließend folgt ein Arztgespräch in dem unter anderem die medizinische Vorgeschichte und Fragen zur Impfung geklärt werden. Nach der Unterzeichnung einer Einverständniserklärung wird die Impfung durchgeführt. Im Anschluss daran erfolgt noch eine angemessene Wartezeit für den Fall einer möglichen körperlichen Reaktion.

Während des gesamten Aufenthalts in den Impfzentren besteht eine FFP2-Maskenpflicht.

Eine Auswahl des Impfstoffs ist nicht möglich.[2]

Externe Impfungen

Neben dem Besuch des Impfzentrums gibt es im Landkreis noch weitere Angebote zur Durchführung der Impfung. Zum einen sind dies das Hausarztmodell und zum anderen die mobilen Impfteams.

Hausarztmodell

Das Hausarztmodell ist eine Erweiterung des Impfangebots in der Fläche durch die niedergelassenen Ärzte. Wie bei anderen Impfungen üblich, führt hier der Hausarzt in seiner Praxis das Aufklärungsgespräch und die Impfung durch. Das Modell erleichtert vor allem Personen mit eingeschränkter Mobilität den Erhalt einer Impfung, da dadurch die Anreise zum Impfzentrum entfällt.

Logistik und Verwaltung übernimmt hierbei das Impfzentrum. Von dort beziehen die Ärzte auch den Impfstoff, der mittels mobiler Teams an die Praxen geliefert wird.[3]

Derzeit nehmen rund 30 Ärzte am Hausarztmodell teil.[4]

Seit dem 19. April 2021 dürfen die Hausärzte den Impfstoff von AstraZeneca unabhängig von der Priorisierung verimpfen.[5]

Mobile Impfteams

Mobile Impfteams sind vom Impfzentrum ausgesandtes medizinisches ​Personal das vorwiegend in Alten- und Pflegeheimen sowie anderen sozialen Einrichtungen die Impfungen durchführt. Immobile Einzelpatienten können von den Impfteams derzeit nicht besucht werden.

Geschichte

Als sich zum Ende des Jahr 2020 die baldige Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus abzeichnete, beauftragte das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege am 9. November 2020 die Landratsämter und kreisfreien Städte mit der Einrichtung von Impfzentren und mobilen Impfteams.[6] Knapp einen Monat später, am 7. Dezember 2020, erklärte das Landratsamt Berchtesgadener Land einen Standort für das Impfzentrum im Ainringer Ortsteil Mitterfelden gefunden zu haben.[7] Der genaue Standort wurde der Öffentlichkeit am 14. Dezember 2020 mitgeteilt.[8] Angemietet wurde eine Fläche von insgesamt 520 m² in einem Büro- und Verwaltungsgebäude in der Industriestraße.[2]

Bayernweit war schließlich am Sonntag den 27. Dezember 2020 Impfstart.[9] Auch im Landkreis Berchtesgadener Land wurden an diesem und dem darauf folgenden Tag durch zwei Impfteams in zwei Seniorenwohnheimen die ersten 100 Impfdosen gespritzt.[10] Im Impfzentrum fanden die ersten Impfungen, unter anderem für Mitarbeiter in Seniorenwohnheimen, Kliniken und ambulanten Pflegediensten, um den Jahreswechsel 2020/2021 statt.[11]

Am 6. Februar 2021 war der Beginn des Pilotprojekts Hausarztimpfungen („Hausarztmodell“). Hierfür erhielten zwei ausgewählte Praxen im südlichen Landkreis insgesamt 132 Impfdosen (66 pro Praxis).[3]

Zum weiteren Ausbau der Impfmöglichkeiten wurde in Berchtesgaden eine Außenstelle des Impfzentrums für die fünf Talkesselgemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee geschaffen. Im gleichen Schritt folgte auch eine Erhöhung der Kapazitäten im Ainringer Impfzentrum von 280 auf 600.[12] Am 10. März 2021 nahm die Außenstelle ihren Betrieb auf.[2]

Kontakt & Weblinks

Einzelnachweise

  1. Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 – §§2-4
  2. 2,0 2,1 2,2 https://www.lra-bgl.de/lw/gesundheit-von-mensch-tier/impfzentrum-bgl/
  3. 3,0 3,1 Pressemitteilung des Landratsamts vom 7. Februar 2021
  4. Pressemitteilung des Landratsamts vom 25. März 2021
  5. https://www.stmgp.bayern.de/presse/holetschek-bayern-gibt-astrazeneca-in-arztpraxen-fuer-alle-altersgruppen-frei-bayerns/
  6. https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2021-33/
  7. Pressemitteilung des Landratsamts vom 7. Dezember 2020
  8. Pressemitteilung des Landratsamts vom 14. Dezember 2020
  9. Presse­mitteilung Nr. 303/GP vom 27. Dezember 2020 des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege
  10. Pressemitteilung des Landratsamts vom 27. Dezember 2020
  11. Pressemitteilung des Landratsamts vom 31. Dezember 2020
  12. Pressemitteilung des Landratsamts vom 25. Februar 2021