Jagahiasnkapelle

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Jagahiasnkapelle
Ort Piding
Adresse/Lage Heurungstraße 11A
Höhe 454 m
Koordinaten

47°46′9″N 12°54′35″O

Baujahr 1909

Die Jagahiasnkapelle ist ein Kapellenbildstock im westlichen Pidinger Ortsteil Piding-Dorf.

Beschreibung

Giebel
Innenraum

Das Kleindenkmal steht in der Heurungstraße auf Höhe der östlichen Einmündung des Mühlenwegs an der Zufahrt zum Anwesen 11A („Jägerhias“). Es wurde im Jahre 1909 vom 17-jährigen Jägerhiasbauernsohn Andreas Reichenberger und vom 18-jährigen Zimmermann Mathias Hogger geschaffen. Beide starben im Ersten Weltkrieg, bzw. in Kriegsgefangenschaft.[1] Ursprünglich stand das Bauwerk ein Stück weiter nordwestlich an der Nesselgrabenbrücke.[2] Der Zeitpunkt der Versetzung zum heutigen Standort ist nicht bekannt. Um 1995 erfolgte eine Renovierung durch Johann Helliel.[2]

Die Kapelle weist einen Grundriss von etwa 1,30 auf 1,60 Meter auf und ist ca. 2,50 Meter hoch. Ihr Fundament bildet ein massiver ca. 70 cm hoher Sockel aus behauenen Natursteinen. Auf diesem erhebt sich der eigentliche Bildstock. Dieser besitzt vermutlich gemauerte Wände die außen mit Holz und innen mit Raufasertapete versehen sind. Der Dachaufbau besteht aus Holz mit einer Deckung aus Blechfalz. In der straßenzugewandten Seite findet sich eine große rechteckige Öffnung die verglast und zudem vergittert ist. Oberhalb davon ist im Giebel eine kleine verschlossene Nische mit einer Heiligenfigur eingelassen. Um die Nische herum stehen links die Buchstaben MH (für Mathias Hogger), rechts die Buchstaben AR (für Andreas Reichenberger) und darüber das Jahr der Erbauung 1909.

Das Bauwerksinnere zeigt sich als rechteckiger Raum mit einer spitzbogigen Holzdecke. Der Übergang zur Decke wird durch eine ringsum laufende Holzzierleiste besonders hervorgehoben. Bis auf den Boden sind alle Raumteile weiß gestrichen. Die Decke zieren zudem zahlreiche goldene Sterne. Im hinteren Teil des Raums steht ein kunstvoll gefertigter Altar aus Holz der von einem roten Teppich umgeben ist. Der Altar ist dem früheren Hochaltar des Münsters St. Zeno nachempfunden.[2] An beiden Seitenwänden hängt je ein Bilderrahmen mit zahlreichen Sterbebildern.

Einzelnachweise