Kreiselköpfl

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Kreiselköpfl
Kreiselköpfl1.JPG
Orte Ramsau bei Berchtesgaden
Koordinaten

47°36′20″N 12°54′38″E

Gebirge Lattengebirge
Höhe 651m
Typ Felsblock
Erstbesteigung Anfang 2020
Erschließung keine
Gipfelkreuz Ja
Besonderheiten kleinster und jüngster Gipfel des Berchtesgadener Landes

Kreiselköpfl (laut Gipfelschild: Kreisel-Köpfl) bezeichnet einen Felsblock im Kreisverkehr Ramsau (B 305 / St 2099) in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden der scherzhaft als Berg propagiert wird. Der Felsblock ist etwa 2 bis 2,5 Meter hoch und rund sieben Tonnen schwer.

Wäre das Kreislköpfl ein echter Berg, würde er geologisch noch zum Lattengebirge gehören.

Hintergrund

Von Mitte März bis in den November 2019 baute das Staatliche Bauamt Traunstein die Anbindung der Staatsstraße 2099 (Im Tal) an die Bundesstraße 305 (Alpenstraße und Berchtesgadener Straße) in einen Kreisverkehr um.[1] Zu Beginn des folgenden Jahres wurde von der Gemeinde auf Wunsch der Ramsauer Bürger[2] in der Mittelinsel ein sieben Tonnen schwerer Felsblock aus dem Mühlsturzgraben im Klausbachtal aufgestellt[3]. Dieser steht symbolisch für das Bergsteigerdorf. Unbekannte dekorierten daraufhin den Felsen, wie bei höheren Bergen üblich, mit einem Gipfelkreuz und einem Gipfelbuch. Dazu stellten sie ein Schild mit der Jahreszahl 2020 sowie dem Namen „Kreisel-Köpfl“ auf.

Am 19. März 2020 bestieg die Bergwacht Ramsau zum Spaß den Kreiselköpfl und vermeldete die Erstbesteigung über die „schwierige Ostwand“.[4] Über welche Seite die unbekannten Kreuzaufsteller einige Wochen zuvor aufgestiegen waren, ist nicht überliefert.

Bergsteiger

Kreislköpfl mit Gipfelkreuz und Bergsteiger

Inspiriert durch das von unbekannten aufgestellte Gipfelkreuz, begann die Gemeinde das Thema Berg auch selbst weiter zu verfolgen und das Gesamtbild mit einem hölzernen Bergsteiger kurz vor seinem Ziel zu vervollständigen. Für die Gestaltung der Figur engagierte die Gemeinde den einheimischen Holzbildhauer Kian Bartels. Bartels fertigte den Bergsteiger auf der Basis eines Fotos des ersten Hüttenwirts der Blaueishütte, Raphael Hang, als dieser die Watzmann-Ostwand durchstieg. Als spezielles Merkmal verpasste der Künstler der Figur eine pinkfarbene Hose, die kurzzeitig für Diskussionen sorgte. Aufgestellt wurde der Bergsteiger schließlich Ende Januar 2021.[3]

In der Nacht auf den 28. August 2021 rissen Unbekannte den Bergsteiger herunter und brachen ihm dabei die Arme ab.[5] Anfang September 2021 wurde die reparierte Figur wieder aufgestellt.

Einzelnachweise