Reischlklamm

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Reischlklamm

Die Reischlklamm ist eine kleine trockengefallene Klamm im Kugelbacher Holz bei Karlstein, Bad Reichenhall.

Lage

Sie befindet sich ein kurzes Stück südöstlich der Amalienruhe zwischen dem Soleleitungsweg und dem Weg Kugelbachweg–Soleleitungsweg. Die Zugänge sind heute nur noch Schleichwege.

Beschreibung

Quelle des Reischlklammbach

Die Reischlklamm ist eine sehr kleine und kurze Schlucht mit einer Länge von etwa 50 Metern und eine Höhe von 18 Metern. Über die Klamm führt eine ältere eiserne Brücke. Der Weg darüber endet direkt danach im Wald. Der Steig durch die Klamm existiert heute nicht mehr und ein Durchgang ist nicht möglich.

Ein Bach fließt heute nicht mehr durch die Schlucht, aber der etwas östlich entspringende Reischlklammbach, war wohl früher maßgeblich, neben geologischen Aktivitäten, an der Formung der Klamm beteiligt. Der Bach versickert heute nach wenigen Metern in Richtung Osten, zeigt jedoch bei der Schneeschmelze im Frühjahr immer noch seine Kraft.

Der gesamte Kalkfels im Bereich der Klamm ist stark zerklüftet und brüchig. Einige der Felsspalten sind überwachsen. Es besteht daher neben starker Steinschlaggefahr auch Spaltensturzgefahr.

Geschichte

Felssturz der den Zugang blockiert

Im Sommer 1854 machte der Gämsenjäger Reischl (daher der Name) den damaligen Bürgermeister Mathias Mack auf die Klamm aufmerksam, die die Jäger bereits seit längerer Zeit als Abkürzung nutzten. Mack setzte sich daraufhin dafür ein, dass die Klamm schnell für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.[1] Bereits wenige Zeit später war sie mit einer Treppe hindurch und einer Brücke darüber erschlossen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es einen größeren Felssturz, der den Zugang zur Klamm unmöglich machte. Von der einstigen Treppe ist nichts mehr übrig.

Für Kletterer wurden von 2003 bis 2007 fünf Klettersteige mit dem Schwierigkeitsgraden 1×VI, 2×IX und 2×X eingebaut.[2]

Einzelnachweise

  1. Dr. Eduard Heß: Reichenhall mit seiner Saline, seinen Bädern und Umgebungen. 1865, S. 140f.
  2. http://felsinfo.alpenverein.de/kletterfelsen/oestliches_oberbayern/karlstein/reischlklamm__karlstein_.html