NEU! Der Bglwiki Youtube-Kanal

Schottmalhorn (Reiter Alpe)

Aus Bglwiki - Das Wiki für das Berchtesgadener Land
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schottmalhorn
Vom Edelweißlahnerkopf gesehen
Vom Edelweißlahnerkopf gesehen
Vom Edelweißlahnerkopf gesehen
Orte Ramsau bei Berchtesgaden
Koordinaten

47°36′48″N 12°49′47″O

Gebirge Reiter Alpe
Höhe 2045 m
Gestein Dachsteinkalk
Erschließung Weg
Dominanz 1,11 km → Prünzlkopf
Gipfelkreuz Ja

Das Schottmalhorn ist ein 2.045 Meter (nach anderen Angaben: 2.048 Meter) hoher Berg im östlichen Gebiet der Reiter Alpe in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden und der Östlichste 2.000er des Gebirges.

Beschreibung

Gipfel des Schottmalhorns; deutlich sichtbar der Schott/Schutt
Gipfelkreuz

Im nordwestlichen Gemeindegebiet erstreckt sich westlich des Hintersees von Nordost nach Südwest eine lange Gipfelkette, die den Abschluss der Reiter Alpe zum Klausbachtal bildet. Im nordöstlichen Teil dieser Kette, unweit der Staatsgrenze zu Österreich, befindet sich zwischen dem Edelweißlahnerkopf und dem Hohen Gerstfeld das 2045 Meter hohe Schottmalhorn.

Der Berg besitzt wie die meisten anderen Gipfel der Kette, eine steil ins Tal abfallende Südostseite und eine zum Hochplateau hin mäßig abfallende Nordwestseite. Entlang der Kette gibt es kaum größere Höhenunterschiede. Nach Südwesten geht er mit nur einem minimalen Höhenunterschied ins Hohe Gerstfeld über und nach Nordosten fällt er zunächst über etwa 100 Höhenmeter in eine rund 400 Meter breite Scharte ab und schließt dann an den Edelweißlahnerkopf an. Der Gipfel besitzt eine etwas ausgeprägtere Spitzform.

Das Horn besteht aus Dachsteinkalk, das auf verschiedenen anderen Gesteinsarten wie Ramsaudolomit aufliegt.[1]

Auf dem Gipfel steht ein einfaches Holzkreuz das mit einem Stahlseil gesichert ist. Dieses wurde im September 1973 von der Gebirgsnachschub-Kompanie 230 der Bad Reichenhaller Bundeswehr aufgestellt.[2]

Vom Gipfel aus eröffnet sich ein weiter Ausblick über zahlreiche Gebirge. So reicht der Blick etwa vom Göllstock, über das Hochkaltermassiv und die Leoganger Steinberge bis zum Lattengebirge und dem Staufenmassiv (Liste nicht vollständig).

Erschließung

Auf das Schottmalhorn führen zwei hochalpine Wanderwege aus Südwesten und Nordosten. Der Südwestweg beginnt an der markierten Wegkreuzung am Reiter Steinberg und verläuft über den Prünzlkopf und das Hohe Gerstfeld auf den Gipfel. Der Nordostweg kommt vom Edelweißlahnerkopf, wo er auch mit einen Verbindungsweg zur Neuen Traunsteiner Hütte verknüpft ist.

Kleinschottmalhorn

Das Kleinschottmalhorn ist ein winziger Nebengipfel des Schottmalhorns, der eher einer Stufe im abfallenden Gelände gleicht. Dieser befindet sich etwa 300 Meter nordwestlich des Hauptgipfels. Der Gipfel erschien nur in alten Karten und wird seit über 100 Jahren nicht mehr in Kartenwerken dargestellt.

Es gibt keine Wege dort hin.

Name

Der Name Schottmalhorn setzt sich aus mehreren Begriffen zusammen, die sowohl seinen Aufbau als auch seine Form beschreiben. Schott oder Schutt steht für blockgroßes und oftmals brüchiges Gestein. Dieses findet sich überall am Berg. Lösen sich davon Gesteinsbrocken und rauschen ins Tal, werden sie durch die vielen Aufschläge meist zu kleineren Steinen gemahlen. Horn meint schlussendlich die Gipfelform, welche wie ein Horn aussieht.

Einzelnachweise

  1. Klaus Fischer: Geomorphologie der Berchtesgadener Alpen – Forschungsbericht 50/2005, Herausgeber: Nationalparkverwaltung Berchtesgaden, ISBN 3-922325-53-X, S. 24.
  2. Plakette am Kreuz