Sonnleiten-Diensthütte

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Sonnleiten-Diensthütte
Sonnleiten-Diensthütte.JPG
Ort

Anger

Adresse Forststraße zwischen Aufham und Inzell
Berg Sonnleitenberg
Höhe 880m
Koordinaten

47°46′42″N 12°50′17″E

Baujahr vor 1900
Öffnungszeiten keine

Die Sonnleiten-Diensthütte (auch: Sonnleitenhütte) ist eine Forstdiensthütte im Sonnleitenwald (Staufenecker Forst) oberhalb von Aufham in der Gemeinde Anger.

Lage

Das Bauwerk steht westlich von Aufham, rund 450 Meter östlich der Landkreisgrenze, im Quellgebiet des Aufhamer Bachs an der Forststraße von Aufham nach Inzell (Großwald, Landkreis Traunstein).

Beschreibung

Brunnen und Plumpsklo neben der Hütte

Errichtet wurde die Hütte bereits im 19. Jahrhundert, vermutlich in den 1890er Jahren.[1]

Die Sonnleiten-Diensthütte ist eine rund 80 m² große Hütte mit einem Grundriss von etwa 13 auf 6 Metern. Sie besteht aus unbehauenen Baumstämmen in Blockbauweise und ruht auf einem Fundament aus Steinen und Zement. Auf der Vorder- und Rückseite ermöglicht jeweils eine Holztüre den Zugang zum Gebäude. In allen Wänden, mit Ausnahme der Rückwand, sind ein bis vier Fenster eingesetzt, die vergittert und mit Holzläden ausgestattet sind. Das Dach ist als Satteldach ausgeführt und mit Ziegeln gedeckt. In der westlichen Dachfläche befindet sich im mittleren oberen Bereich ein Kamin.

Der Innenraum ist in zwei etwa gleichgroße Räume unterteilt; eine Stube im vorderen Teil und ein Lager im hinteren Teil. Die Stube ist unter anderem mit einem Holzofen, Tischen, Bänken und Betten ausgestattet. Im Lagerraum befindet sich großteils Brennholz.

Direkt neben der Hütte steht ein Holztrogbrunnen mit einem Schindeldach und Metallspitze und etwas versetzt am Waldrand ein Plumpsklo.

Sonstiges

Ritzungen in den Baumstämmen
Nistkästen am Giebel

In die Baumstämme und in der hinteren Holztüre sind zahlreiche Initialen mitsamt Datum und vereinzelt auch Symbole eingeritzt.

Direkt an der Westseite verläuft ein kleiner Graben, weswegen der untere Wandbereich mit Steinblöcken statt mit Baumstämmen ausgeführt ist.

Am vorderen Giebel sind mehrere Nistkästen angebracht.

Name

Benannt ist die Hütte nach dem Sonnleitenwald, in dem sie sich befindet.

Einzelnachweise

  1. Die Hütte erscheint erstmals in der Topographischen Karte 795 Höglwörth von 1900. Die Karte des Deutschen Reichs 654 Laufen von 1890 enthält sie noch nicht.