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Trischübel

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Trischübel
Trischübelsattel vom Wimbachtal aus gesehen
Trischübelsattel vom Wimbachtal aus gesehen
Trischübelsattel vom Wimbachtal aus gesehen
Orte Ramsau bei Berchtesgaden; Schönau am Königssee
Gebirge Watzmann; Steinernes Meer
Koordinaten

47°31′34″N 12°54′39″O

Sattelhöhe 1764 m
Erschließung Wege
Besonderheiten Wetterstation
Bergsattel Trischübel mit der Watzmann-Südspitze (links hinten) und dem Hirschwieskopf (rechts)

Das Trischübel (auch: Trischübelsattel) ist ein 1.764 Meter hoher Bergsattel im Nationalpark Berchtesgaden zwischen dem Watzmannmassiv und dem Steinernen Meer in den Gemeinden Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee.

Seit dem Absturz einer Felswand am 5. August 2025 ist das Trischübel aus dem Wimbachgries nicht mehr erreichbar. Siehe #Felssturz.

Beschreibung

Der Sattel gehört zu den beiden Gemeinden Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee, deren Gemeindegrenzen hier in Nord-Süd-Richtung aufeinander treffen. Er bildet den Übergang vom Watzmannmassiv zum Steinernen Meer und liegt zwischen dem Hirschwieskopf im Nordosten, dem Graskopf im Südwesten und dem oberen Wimbachtal im Nordwesten.

Nach der Halbinsel Hirschau am Königssee (St. Bartholomä) stellt das Trischübel den nördlichsten Zugang ins Steinerne Meer dar. Auf dem Sattel sind mittels einer Doppelwegkreuzung vier Wege miteinander verknüpft. In der größeren Südkreuzung treffen der Weg in Richtung Funtensee und St. Bartholomä(AV-Wege: 419, 421), sowie der Weg zum Hundstodgatterl (AV-Weg: 411, 420) aufeinander. In der Nordkreuzung sind der Zugang vom Wimbachtal über die Wimbachgrieshütte (AV-Weg: 421) und der Weg zum Hirschwieskopf angebunden.

Am Wegweiser der Südkreuzung befindet sich ein Koordinatenschild mit folgenden UTM-Koordinaten: UTM: 33T 342732 5265740 (in WGS84: 47.526048, 12.910746)

Trischübel
Wimbachtal / Wimbachgrieshütte Hirschwieskopf
Windrose
Hundstodgrube Gjaidkopf Sigeretsteig / Oberlahnersteig

Wetterstation

Wetterstation

Auf einer kleinen Anhöhe betreibt der Nationalpark Berchtesgaden eine automatisch arbeitende Wetterstation. Die zum Klimamessnetz des Nationalparks gehörende Station wurde 2009[1] aufgestellt und erfasst unter anderem die Temperatur, den Niederschlag und den Wind.

Name

Der Name Trischübel (vom ahd. „driscupel“ für Schwelle, Türschwelle[2]) kommt von der Geländeform, die wie eine Türschwelle den Zugang ins Steinerne Meer eröffnet.

Sonstiges

Ein Stück unterhalb des Passes, am Weg ins Wimbachtal, hängt in der Felswand das Wegkreuz unterhalb des Trischübels.

Felssturz

Am 5. August 2025 löste sich nach einer mehrwöchigen Regenphase nördlich des Trischübels, im Bereich des Banngrabens, eine große Felswand vom Hirschwieskopf. Der dort verlaufende Wanderweg aus dem Wimbachgries zum Trischübel wurde dabei auf rund 100 Metern Länge komplett zerstört und verschüttet. Ein Wanderer wurde dabei in 150 Metern Entfernung von einem von einem umherfliegenden Stein leicht am Fuß verletzt. 20 weitere Wanderer, die nun nicht mehr absteigen konnten, wurden vom Polizeihubschrauber ins Gries geflogen.

Der Wanderweg wurde vom Nationalpark umgehend gesperrt, da im Absturzgebiet derzeit aufgrund möglicher weiterer Nachrutschungen akute Lebensgefahr herrscht. Geologen werden das Gebiet demnächst ausführlich untersuchen. Bis zur Wiederfreigabe des Gebiets und der Wiederherstellung des Wegs wird vermutlich eine längere Zeit vergehen.[3]

Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung des Nationalparks Berchtesgaden "Neue Klimastationen funken Daten aus dem Nationalpark" vom 30. Oktober 2009
  2. Karl Aigner: Die Namen im Berchtesgadener Land (Ansichten eines Einheimischen). 1932 in "Heimat und Volkstum". 2. Reprint 1989, S. 51.
  3. https://untersberger.info/bericht/17960/Wanderweg-zwischen-Wimbachgriesh%C3%BCtte-und-Trisch%C3%BCbel-nach-Felssturz-gesperrt.html