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Gedenkkreuz Max Häusl

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Gedenkkreuz Max Häusl
Ort Anger
Adresse/Lage Staufenstraße 6
Höhenlage 535 m
Koordinaten

47°46′54″N 12°51′56″O

Baujahr 2020?

Das Gedenkkreuz an Max Häusl ist ein Kleindenkmal im Angerer Ortsteil Aufham. Es erinnert an den Aufhamer Max Häusl, der unweit dieses Kreuzes aufgrund unglücklicher Umstände beim Einmarsch der US-Amerikaner tödlich verletzt wurde.

Beschreibung

Das Kleindenkmal steht unscheinbar an der Zufahrt zum Haus Staufenstraße 6 zwischen mehreren hohen Sträuchern. Es weist eine Höhe von rund 1,70 Metern auf und teilt sich in einen Felsblock und ein darauf befindliches Metallkreuz. Das schmiedeeiserne Kreuz ist als Rahmenkreuz mit Doppelrahmen ausgeführt und kunstvoll mit einer Metallrosenpflanze verziert, die vom Boden in alle Ecken des Kreuzes wächst. Am Pflanzenstamm befindet sich eine geschwungene Laternenaufhängung, die eine kleine Laterne trägt.

Auf dem Fels sind ein Gedenkbild sowie eine rechteckige Tafel mit Informationen zum Verstorbenen und zu weiteren Gefallenen, Vermissten und Geflüchteten angebracht.

Tafel

Gedenktafel

Krieg und

Vertreibung ist wider Gott, Mensch und Natur

unweit dieser Stelle hat der Huberbauer- sohn, Max Häusl, beim Einmarsch der Amerikaner, am 3. Mai 1945, durch einen Panzergranatensplitter sein Leben verloren!

Die Gemeinde Aufham hat im 1.Welt- krieg 24 und im 2.Weltkrieg 57 Gefallene und Vermisste zu verzeichnen!

Nach dem 2.Weltkrieg hat Aufham über 400 Vertriebene aufgenommen! Bei diesen Familien sind 24 Angehörige

gefallen oder vermisst!

Hintergrund

In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs entschlossen sich die Aufhamer Bürger unter Führung ihres Bürgermeisters Reitz, die Gemeinde kampflos den Alliierten zu übergeben. Nichtsdestotrotz bezogen kurz darauf noch mehrere SS-Soldaten im Gemeindegebiet Stellung. Beim Anrücken der US-Amerikaner am 4. Mai 1945, beschossen dann ein paar dieser Soldaten die herannahenden Panzer, woraufhin diese mit sechs Granatenschüssen reagierten. Zeitgleich dazu war, der bereits vom Krieg schwer verwundete, Max Häusl (26 Jahre alt) auf dem Weg von seinem Zuhause zum Waldrand oberhalb von Aufham um seine Eltern zu suchen. Dabei wurde er von einem Splitter der eben abgefeuerten Panzergranaten so schwer verletzt, dass er auf der Stelle Tod war.[1] Häusl wurde später im Aufhamer Friedhof beerdigt.

Bei dem Gegenangriff wurde neben Häusl auch noch der Gendarmerie-Wachtmeister Moser von Bergen in der Nähe des Schneewinklwegs tödlich verletzt.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Fritz Hofmann: Die Schreckensjahre von Bad Reichenhall., S. 124f.