Gschwendtner Bruch

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Gschwendtner Bruch
Gschwendtner Bruch von oben

Gschwendtner Bruch (auf Wegweisern auch Högler Steinbruch) ist ein aufgelassener Steinbruch am Högl bei Piding. Er ist als Geotop (Kennung: 172G008) ausgewiesen.

Lage

Der Steinbruch liegt am Kleinhögl hinter und oberhalb des Anwesens Neubichel 4 auf einer Höhe von 730m (angeschrieben jedoch 776m).

Er ist in Luftlinie etwa 150 Meter östlich von Gschwendt und etwa 400 Meter westlich von der Neubichler Alm (300 Meter vom Rettungstreffpunkt BGL-1046) entfernt. Der Zugang ist die Forststraße von der Neubichler Alm in Richtung Stroblalm möglich.

Beschreibung

Zugang

Die erstmalige Nennung von Steinbrüchen am Högl war im Jahr 1372 in einer Urkunde des Salzburger Klosters St. Peter.[1] Ob der Gschwendtner Bruch zu dieser Zeit bereits existierte, ist unklar. Sicher ist jedenfalls, dass der Gschwendtnerbauer den Steinbruch mehrere Jahrhunderte bis in die Mitte der 1960er Jahre betrieb. Zu den letzten Bauten aus den Steinen der Grube gehörte die Sanierung der Friedhofsmauer bei der Pfarrkirche Mariä Geburt in Piding. Der südliche Teil des Steinbruchs ist heute mit einem kleinen Gebäude verbaut und nicht zugänglich.

Der Steinbruch ist etwa 8 Meter hoch, 25 Meter lang und 13 Meter breit. Die Steinplatten liegen in Schichten mit einer Neigung von mehr als 30° aufeinander. Der Gschwendtnerbauer baute dort den Högler Standstein für den Eigenbedarf und zum Verkauf ab. Für den Transport stand sogar ein kurzes Gleis mit zwei Loren bereit um die Steine bis zur Straße zu transportieren.[2] Reste der Schwellen sind heute noch in der Forststraße sichtbar.

2004 machte die Gemeinde Piding den alten Steinbruch mit einem Weg, Schildern und einem Ausstellungsstück für Besucher zugänglich.[2] Inzwischen befindet sich die Treppe in den Steinbruch jedoch in einem schlechten und teils verfallenen Zustand.

Das Geotop ist geowissenschaftlich „bedeutend“ eingestuft und vor allem für die Heimatkunde und den Tourismus von Bedeutung.


Ein Stück nordöstlich befindet sich die ebenfalls als Steinbruch angelegte Schneidergrube. Sie wurde aber bereits 100 Jahre früher, in den 1860ern aufgegeben.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Informationsschild „Historischer Sandsteinbruch“ am Steinbruch
  2. 2,0 2,1 Kurz Enzinger: Högl. Bauernland und Sandsteinbrüche. Ainring 2006, ISBN 3-902317-06-X, S. 194f.


47°47′51″N 12°54′43″E