Stromversorgung von Bayerisch Gmain

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Trafostation „Station Wappach“ am Wappachweg

Die Stromversorgung von Bayerisch Gmain wird von den Gemeindewerken Bayerisch Gmain (HRA 11456 beim Amtsgericht Traunstein) hergestellt. Die Gemeindewerke sind ein Eigenbetrieb der Gemeinde und werden von der Stadtwerke Bad Reichenhall betrieben.

Geschichte

Bayerisch Gmain und Großgmain hatten ab 1919 eine öffentliche Stromversorgung die an das Bad Reichenhaller Stromnetz angebunden war. Übergabepunkt war in der Alten Saline, von wo aus eine 5kV-Freileitung über den Streitbichl zu drei Trafostationen bis zum Hotel Vötterl in Großgmain führte.

Seit dem 4. November 1948 ist die Stadtwerke Bad Reichenhall mit dem Betrieb des Gmainer Stromnetzes beauftragt.

Ab 1959 erfolgte mit dem Anschluss an das 20kV-Netz der LUK München (Licht- und Kraftversorgung, später THÜGA), die schrittweise Umstellung der Stromnetze von Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain von 5kV auf 20kV. Gleichzeitig wurde die Versorgung von Großgmain eingestellt. Die benötigten neuen Trafoanlagen ließ die Stadtwerke vor allem in den 1970ern im Gemeindegebiet aufstellen.[1]

Bayerisch Gmain hatte bis 2009/2010 das letzte Strommonopol in Deutschland. Die Gemeinde berief sich dabei auf ihre Sonderstellung als Netzinsel (siehe Aufbau), um einem alternativen Stromlieferanten den Netzzugang zu verweigern. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie widersprach 2009 in einem Missbrauchsverfahren dieser Ansicht und verpflichtete die Gemeinde zur Netzöffnung. Das OLG München wies Ende 2010 einen Einspruch der Gemeinde gegen die getroffene Entscheidung zurück und bestätigte damit das Urteil.[2] [3]

Zum 1. Januar 2014 erfolgte die Gründung des Eigenbetriebs Gemeindewerke Bayerisch Gmain.[4]

Aufbau

Die Gemeinde ist mit dem 20kV-Mittelspannungsnetz der Stadt Bad Reichenhall verbunden und bekommt daher auch den Strom vom Umspannwerk Bad Reichenhall-Nord bzw. Umspannwerk Hirschloh aus dem österreichischen Übertragungsnetz der Austrian Power Grid. Eine Verbindung zum deutschen Stromnetz besteht nicht.

Durch das Gemeindegebiet verläuft eine 20kV-Ringleitung mit einer zusätzlichen Querverbindung[5] zu den etwa 15 Trafostationen. Es ist über die beiden Zuführungen von der Reichenhaller Adolf-Schmid-Straße zur Bayerisch Gmainer Reichenhaller Straße und beim Streitbichl am Streitbichlweg mit dem Reichenhaller Netz verbunden.

Weblinks

Einzelnachweise