Mausbichlkapelle

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Mausbichlkapelle
Mausbichlkapelle.JPG
Ort Berchtesgaden
Adresse/Lage neben Mieslötzweg 29
Höhe 688 m
Koordinaten

47°38′12″N 12°1′40″E

Baujahr 1736
Denkmal-Nr. D-1-72-116-238
Religion Christentum
Konfession Katholisch

Die Mausbichlkapelle ist die frühere Hauskapelle des Mausbichllehens in der Marktgemeinde Berchtesgaden.

Beschreibung

Ausblick von der Kapelle
Baujahr mit Christusmonogram

Hoch über Untersalzberg I thront die Kapelle im Steilhang am Ende des Mieslötzwegs. Erreichbar ist sie über eine Forststraße (Wasserleitungsweg), die direkt hinter der Kapelle vom Spornhofweg zur Salzbergstraße (B 319) verläuft, sowie von einem schmalen steilen Weg der vom Mieslötzweg zur Forststraße führt.

Die nach Westen blickende Mausbichlkapelle ist ein ca. 2,6 auf 3,5 Meter großer, rechteckiger Massivbau, der weit in den Steilhang hinein ragt und von diesem zum Teil verdeckt wird. Sowohl Außen, wie auch Innen sind die Wände komplett weiß verputzt. In den beiden Seitenwänden sind je zwei kleine Fenster eingefügt und in der Rückwand eine mit Holzschindeln verschlossene Öffnung, in dem sich womöglich früher auch ein Fenster befand. Den Zugang zur Kapelle ermöglicht eine größere zweiflügelige Holztüre mit Oberblende. In den oberen Hälften der Türflügel, sowie in der Oberblende, sind schmiedeeiserne Gitter eingesetzt. Im Gitter der Oberblende ist zudem ein Element angebracht, das an die Restaurationen in den Jahren 1977 und 2002 erinnert. Über der Türe ist das Jahr des Baus „1736“ mit dem Christusmonogramm dazwischen aufgemalt. Ein Walmdach aus Holzschindeln, das aufgrund der dicht vorbeiführenden Forststraße rückseitig stark verkürzt ist, schützt das Bauwerk. Auf dem vorderen Dachfirst steht ein goldenes Patriarchenkreuz.

Der Innenraum der Mausbichlkapelle ist nach hinten Halbrund abgeschlossen. In die Rundung ist ein halbhoher Altar mit vorgelagerter niedriger Stufe gemauert. Die Stufe ist genau wie der restliche Boden mit großen Steinplatten gedeckt. Über dem Altar hängt eine aufwändig gestaltete Madonna und darüber ein Bild, das die Krönung Mariens in Begleitung der Heiligen Barbara und des Heiligen Antonius zeigt. Auf dem Altar steht ein kleines Kruzifix mit einer Marienfigur und mehreren Engeln davor. Beidseitlich davon befindet sich ein Heiligenbild. Weiters schmücken Blumen und Kerzen den Altar.

An den Seitenwänden über dem Altar hängen vier Bilder, je zwei pro Seite. Eine Abbildung betender Hände versteckt sich in einer Nische in der rechten Seitenwand.

Im vorderen Teil der Kapelle stehen zwei gedeckte Betstühle mit Pflanzen und Sterbebildern darauf. Der weitere Innenraum ist mit mehreren Kerzen und Pflanzen ausgestaltet.

Vor der Kapelle gibt es auf beiden Seiten eine Sitzbank und an einem Baumstein in Richtung Mausbichllehen eine Holztafel mit dem Satz „O Gott wie schön ist deine Welt“.

Name

Mausbichlkapelle mit dem Mausbichllehen

Der Kapellenname leitet sich vom wenige Meter entfernten Mausbichllehen (Mieslötzweg 29), zu dem sie früher gehörte.