Toter Mann

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Toter Mann
Toter Mann (rechts) mit dem Götschenkopf (links)
Toter Mann (rechts) mit dem Götschenkopf (links)
Orte Ramsau bei Berchtesgaden; Bischofswiesen
Koordinaten

47°37′52″N 12°55′24″E

Gebirge Lattengebirge
Höhe 1392m
Gestein Ramsaudolomit
Erschließung Forststraßen; Seilbahn; Wege
Dominanz 2,7 km → Pfaffenbichel
Gipfelkreuz Ja

Toter Mann bezeichnet einen 1.392m hohen Berg im Lattengebirge bei Bischofswiesen und Ramsau bei Berchtesgaden. Er wird im Sommer für Wanderungen und im Winter als Skigebiet genutzt.

Beschreibung

Gipfelbereich des Toten Manns mit der Hirscheckbahn ("Hochschwarzeckbahn")

Der Tote Mann liegt im südlichen Lattengebirge in den Gemeinden Bischofswiesen und Ramsau bei Berchtesgaden. Im Osten schließt er in sehr geringer Entfernung an den Götschenkopf an. Am südlichen Ausläufer erheben sich der Göllberg und das Hirscheck. An der Westseite liegt der Ortsteil Schwarzeck mit dem Schmuckenstein und das nördliche Gebiet bilden die Ortschaft Loipl mit dem Berchtesgadener Bürgerwald.

Der ganze Berg ist komplett, vorwiegend mit Nadelbäumen, bewaldet und hat im Gipfelbereich mehrere kleine Wiesenflächen mit Sitzbänken. Von dort bietet sich eine gute Aussicht in die umliegenden Gebirge der Berchtesgadener Alpen.

Direkt neben dem Gipfel steht die kleine Unterstandshütte Bezoldhütte. Sie stammt ursprünglich von Gutsav von Bezold, der sie 1883 erbauen ließ. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet in der Regel verschlossen.

Erschließung

Erschlossen ist der Berg von allen Seiten mit Forststraßen, Wegen und einer Seilbahn. Die Forststraßen ziehen sich von Schwarzeck im Westen bis zum Gipfel. Wanderwege kommen aus allen Richtungen, wobei ebenfalls aus Westen die kürzesten Strecken sind. Länger und mit deutlich mehr Höhenmetern sind die Wege aus dem Tal.

Die bequemste Art auf den Berg zu gelangen ist die 1969 gebaute Seilbahn Hirscheckbahn der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH. Die Bahn fährt in einer Viertelstunde bis auf 1.390 Meter Höhe zur Hirschkaseralm und überwindet dabei 360 Höhenmeter. Von der Alm ist der Gipfel in einigen Minuten zu erreichen.[1]

Die Bahn wird Sommer wie Winter genutzt. Im Sommer werden Wanderer befördert und im Winter dient sie als Skilift, wobei dann noch zwei weitere Lifte (Schmuckenlift, Fronwieslift) auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei Am Gseng in Betrieb sind.

Name

Der Name des Toten Manns kommt vermutlich von seiner Eigenschaft, dass er keine nutzbaren Gesteine wie Salz oder Erz haben soll, also „totes“ Gestein ist.[2] Früher fanden sich auch Varianten wie Todter Mann und Todtenmann.

Um den Namen ragt sich aber auch eine Sage, die von einem toten Wanderer im Winter handelt. Der fremde Wanderer wollte im Winter, trotz der Warnungen der Einheimischen, den namenlosen Berg überqueren. Als er in den höheren Lagen völlig erschöpft im tiefen Schnee so gut wie nicht mehr weiter kam, beschloss er zu rasten. Nachdem er sich an einer Fichte niederließ, schlief er wenig später ein und erfror dadurch auf dem kalten Berg. Erst im Frühjahr fanden zwei Jäger den Toten Mann.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. https://www.hochschwarzeck.info/de/service/geschichte-technische-daten
  2. Thomas Inderst, Helmut Schonert: Geschichte der Gemeinde Bischofswiesen. 2005., S. 64.