Bayerisches Stiegl
Bayerisches Stieg(e)l bezeichnet einen Grenzpunkt im nördlichen Staufenmassiv in der Nähe der Steineralm, der vor allem historisch von Bedeutung war.
Beschreibung
Nördlich des Hochstaufens befindet sich das Trogtal der Steineralm mit einer markanten Trogkante (früher der „Hofalprücken“). An deren Südwestende, dort wo der Weg von der Steineralm in Richtung Hochstaufen und Inzell die Kante passiert, markiert in 1.170 Metern Höhe das Bayerische Stiegl die Grenze.
Grenzen am Bayerischen Stiegl entlang der westlichen Trogkante existieren seit vielen Jahrhunderten. Waren es früher unter anderem höchste Landesgrenzen, so sind es heute nur noch Kommunalgrenzen.
Von 1257 bis 1816 trennte die Grenze das Königreich Bayern vom Erzstift Salzburg sowie die Gebiete des Landgerichts Traunstein und des salzburgischen Pfleg- und Landgerichts Staufeneck.[1] Sie verlief dabei vom Hochstaufen über das Stiegl weiter zum Landesgrenzstein von 1738 bei Anger. Der Abschnitt Hochstaufen–Stiegl war jedoch im Verlauf immer umstritten.[2]
Heutzutage verlaufen hier die Kommunalgrenzen zwischen den Gemeinden Piding, Inzell und Anger und zwischen dem Landkreis Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein.
Sonstiges
Unweit des Bayerischen Stiegls in Richtung Steineralm befindet sich das Geotop Hangschuttbreccie am Bayerischen Stiegl.