Mitterkaserlift
Der Mitterkaserlift war ein Schlepplift von der Mitterkaseralm auf den westlichen Pfaffenkegel in der Gemeinde Schönau am Königssee.
Anlage
Die Anlage war als einfacher Schlepplift mit einem umlaufenden Seil ausgeführt. Sie besaß eine Länge von 1.050 Metern und überwand mit teils erheblichen Steigungen einen Höhenunterschied von 248 Metern. Die Talstation befand sich im Kessel der Mitterkaseralm hinter dem Klauskaser und dem Spinnerkaser in 1.532 Metern Höhe. Südöstlich davon stand in 1.780 Metern Höhe am Westausläufer des Pfaffenkegels die Bergstation. Zwischen beiden Stationen trugen acht Stützen das entgegen dem Uhrzeigersinn laufende Seil. Die Beförderung der Skifahrer erfolgte mittels T-Ankern, wobei pro Anker jeweils zwei Personen befördert werden konnten. Die Fahrzeit betrug um die 9 Minuten.
Geschichte
Nachdem zu Beginn der 1960er Jahre auf der nahen Krautkaseralm der Krautkaserlift errichtet wurde, zog auch bald der nahe Mitterkaserkessel mit seinen steilen Hängen das Interesse der Wintersportler auf sich. 1967 wurde daher von der Seilbahnfirma Pohlig-Heckel-Bleichert Vereinigte Maschinenfabriken AG (PHB) vom Kessel auf den Westausläufer des Pfaffenkegels der Mitterkaserlift errichtet. 13 Jahre später bekam der Lift mit der leistungsfähigeren Mitterkaserbahn zur Bergstation der Jennerbahn eine Konkurrenzbahn.[1]
Im Jahr 2019 erfolgte ein kompletter Neubau der Mitterkaserbahn. Dies war zugleich das Ende des Mitterkaserlifts, der nach 53 Jahren Betriebszeit im Jahr 2020 aufgegeben wurde. Im Sommer 2024 wurde die Anlage dann zurück gebaut.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Adam Maltan: Chronik der Gemeinde Schönau am Königssee. 1985, S. 36.
- ↑ https://untersberger.info/bericht/17014/R%C3%BCckbau-des-alten-Mitterkaserlifts-in-vollem-Gange.html