Ramsauer Mühlbach

Aus Bglwiki - Das Wiki für das Berchtesgadener Land
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ramsauer Mühlbach
Mühlbach im Oberlauf mit Mühlstein und Schaufelrad
Mühlbach im Oberlauf mit Mühlstein und Schaufelrad
Mühlbach im Oberlauf mit Mühlstein und Schaufelrad
Orte Ramsau bei Berchtesgaden
Ortsteile Au
Koordinaten

47°36′21″N 12°54′17″O

Verlauf West-Ost
Flusssystem Donau
Abfluss Ramsauer Ache → Berchtesgadener Ache → Königsseeache → Salzach → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Ramsauer Ache (654 m)
Mündung Ramsauer Ache (645 m)
Höhenunterschied 9 m
Länge 515 m

Der Ramsauer Mühlbach ist ein kurzer Kanal in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden der zur Waltlmühle gehört.

Verlauf

Wenige Meter südöstlich der Neuhausenbrücke (Riesenbichl), auf Höhe des Parkplatzes Neuhausenbrücke, wird mittels eines Wehrs ein Teil des Wassers der Ramsauer Ache nach Süden in den Mühlbachkanal abgeleitet. Zwei Schleusenanlagen regulieren hierbei die Zuflussmenge. Anschließend verläuft der Mühlbach mit einigem Abstand grob parallel zur Ache und wendet sich kurz nach der letzten Bebauung dieser wieder zu. Die Ache überquert der Kanal mittels einer Wasserfallbrücke in einigen Metern Höhe und fließt dann der alten Mühle zu. Im letzten Stück führt der Mühlbach durch das Kleinwasserkraftwerk „Waltlmühle“ und mündet anschließend wieder in die Ramsauer Ache.

Von der Wasserfallbrücke ergießt sich ein mehr oder minder dichter Wasservorhang in die darunter liegende Ache.

Geschichte

Angelegt wurde der Mühlbach für den Betrieb der Waltlmühle (Im Tal 7). Diese war eine seit 1466[1] bestehende Maut-, Getreide- und Sägemühle. Die Schwarzbäckereigerechtsame, also das Recht Schwarzbrot herzustellen, erhielt die Mühle im Jahr 1654.[2] Um das Jahr 1890 wurde in der Waltlmühle erstmals Strom erzeugt und 1933 für ein Wasserkraftwerk das Mühlrad durch Turbinen ersetzt. Wenige Jahre später folgte die Außerbetriebnahme der Getreidemühle.[3] Heute steht das Wasserkraftwerk etwas südlich der alten Mühle direkt vor der Mündung des Kanals in die Ache.

Sowohl der Sägebetrieb als auch das Backhandwerk bestehen bis heute in direkter Umgebung zur Mühle fort.

Name

Der Name des Kanals leitet sich von seiner Funktion als Bach für eine Mühle ab.

Nach dem Gewässer ist die nahe Straße Am Mühlbach benannt.

Einzelnachweise

  1. Mühlstein am Kanal
  2. A. Helm: Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit. Reprint 1973, S. 380f.
  3. https://www.holz-dieterich.de/geschichte.html