Stoißer Ache

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Stoißer Ache
Stoißer Ache.JPG
Orte Anger, Piding
Ortsteile Stoißberg, Wolfertsau, Holzhausen, Anger, Hadermarkt, Moosbacherau, Aufham, Jechling, Piding-Dorf, Mauthausen
Koordinaten

47°46′43″N 12°53′12″E

Verlauf Nordwest-Südost
Gewässerkennzahl 18668
Flusssystem Donau
Abfluss Saalach → Salzach → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Zusammenfluss aus Stoißer Maisbach, Poschennockbnach, Alpenbach am Teisenberg (950 m)
Mündung Saalach (445 m)
Höhenunterschied 505 m
Länge 16,1 km[1]
Einzugsgebiet 52,84 km²

Stoißer Ache (im Gemeindegebiet von Piding auch Pidinger Ache) ist ein 16,1 Kilometer langer Wildbach in den Gemeinden Anger und Piding.

Beschreibung

Die Ache ist ein mehrere Meter breiter Wildbach der vom Teisenberg kommt und bei Piding in die Saalach mündet. Die letzten Meter vor der Mündung liegen im Schutzgebiet Pidinger Au und bilden auch den nördlichen Abschluss des Landschaftsschutzgebietes Saalachauen nördlich Bad Reichenhall. Die Ache entwässert vorwiegend den östlichen Teisenberg, das nördliche Staufenmassiv und den südlichen Högl.

Da die Stoißer Ache als Wildbach[2] eine gewisse Gefährlichkeit für Hochwasser mit sich bringt, gibt es vor allem im Oberlauf unzählige große und kleine Querbauten wie z.B. Geschiebesperren, die in Anger weniger werden und erst bis Jechling fast vollständig verschwinden. In einigen Bereichen ist sie außerdem in einen Kanal gedrängt. Der Wasserstand sowie der Abfluss werden auf Höhe der Straße Am Gänslehen beim Pegel Piding gemessen. Der bisher höchste Wert wurde am 12. August 2002 mit 212 cm erreicht.

Am Gänslehen, ca. 150 Meter vom Pegel entfernt, leitet die Kläranlage Piding das gereinigte Abwasser von Anger und Piding in die Ache.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es zwischen Anger und Piding an mehreren Stellen Begradigungen und Änderungen im Verlauf.

2015 genehmigte das Landratsamt eine Wasserkraftanlage bei Fkm 9,3 und die sohlgleiche Anbindung des Wolfertsauer Grabens[3]

Verlauf

Die Stoißer Ache beginnt am südöstlichen Teisenberg aus dem Zusammenfluss der drei Bäche Stoißer Maisbach, Poschennockbnach und Alpenbach. Von dort fließt sie nach Osten den Teisenberg in Richtung Stoißberg hinab und weiter nach Nordosten auf Anger zu. Dort streift sie den Ort nur am Rande und wechselt die Richtung nach Osten. Ein kurzes Stück weiter trennt die Ache die beiden Ortsteile Hadermarkt und Moosbacherau und fließt dann nach Süden bis an den Rand von Aufham. Weiter verläuft sie dann nach Südosten bis ins Ortsgebiet von Piding-Dorf. Im Dorf folgt die Ache einem sehr kurvigen Verlauf durch Wohn- und Gewerbegebiete, bis sie am östlichen Rand auf die Pidinger Au trifft. Im Auwald fließt sie nach Nordosten bis in die Saalach.

Autobahn

Die Autobahn quert die Ache dreimal. Einmal westlich von Anger in Richtung Stoißberg, bei Piding-Dorf an der Berchtesgadener Straße (Bauwerk 216) und dann nochmal in der Pidinger Au kurz vor der Mündung (Bauwerk 218).

Die Autobahnbrücke 218 über die Ache kurz vor der Staatsgrenze musste 2016 bis Ende Juni 2017 teilweise erneuert werden. Die steinernen Pfeiler blieben fast komplett erhalten, nur die Brückenplatte wurde in mehreren Schritten mit großen Stahlträgern neu gebaut. Das Bauwerk stammte noch aus der Zeit des Autobahnbaus in den 1930er Jahren.

Bei der geplanten Variante „Nordumfahrung“ des Autobahnausbaus müsste die Ache, neben anderen Bächen, an zwei Abschnitten verlegt werden.[4]

Zuflüsse

Name

Der Name kommt vom Stoißberg bzw. dem dort befindlichen Ortsteil Stoiß. Frühere Namen waren „Achen“, „Achen Fluß“ oder auch „Röhrenbach“.

Einzelnachweise

  1. Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern
  2. Verzeichnis der Wildbäche des LfU Bayern
  3. Amtsblatt Nr. 6 vom 10. Februar 2015
  4. Autobahndirektion Südbayern: 6-streifiger Ausbau zw. Jechling und Bundesgrenze D/A – Variantenvergleich. 2014, S. 28