Deponie Bischofswiesen-Winkl

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Deponie Bischofswiesen-Winkl

Deponie Bischofswiesen-Winkl (kurz oft: Deponie Winkl) ist eine Mülldeponie für den ganzen Landkreis ("Landkreisdeponie") und ein Wertstoffhof in der Gemeinde Bischofswiesen, Ortsteil Winkl.

Die Adresse ist: Am Bichlberg 3, 83483 Bischofswiesen

Beschreibung

Die Winkler Deponie ist eine Mülldeponie der Deponieklasse I. In ihr lagern inzwischen gut 550.000m³ Abfall. Die Deponie erstreckt sich zwischen den Straßen Am Bichlberg, Am Bichlgraben und Klaushäuslweg. Die Zufahrt ist von der B 20 und dem Bichlgraben zum Bichlberg.

Abfall wird heute in der Mülldeponie nur noch in sehr geringem Umfang eingebaut. Der meiste Abfall wird zur Abfallumladestation Freilassing-Hofham transportiert und von dort per Eisenbahn zur Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen befördert. Nur noch Stoffe wie ungefährliche Inertstoffe verbleiben in Winkl.

Das im Müll auftretende Gas wird gesammelt und kontrolliert mittels einer Fackel verbrannt. Eine Nutzung wie früher zur Stromerzeugung ist inzwischen nicht mehr möglich. Sickerwasser wird nach einer Überprüfung in die Kanalisation geleitet und damit der Kläranlage Berchtesgaden zugeführt. Ober- und unterirdische Gewässer der Umgebung werden regelmäßig kontrolliert.

Die Traunsteiner Firma Schaumaier Recycling betreibt im Gelände der Deponie eine Filiale (Hausnummer 5) samt eigener Waage in der sie u.a. Metallisches und Holz annimmt. Ebenfalls einen Standort (Hausnummer 7) in der Deponie hat die Rohrdorfer Transportbeton Chiemgau GmbH & Co. KG. Sie betreibt ein Betonwerk.

Geschichte

Das Gelände der heutigen Deponie war früher eine Kiesgrube. Zum 15. März 1955 eröffnete die Gemeinde Bischofswiesen dort den „Müllplatz Winkl“.[1] Im Jahr 1977 übernahm der Landkreis den Müllplatz und baute ihn zur Deponie Bischofswiesen-Winkl mit Zuständigkeit für den ganzen Landkreis aus. [2] 1980 und 1981 baute die Gemeinde für 400.000 DM und 206.000 DM die Zufahrtsstraße und die Zufahrt selbst aus.[3]

1989 ging die basisabgedichtete Deponieerweiterung in Betrieb und gleichzeitig begann die Rekultivierung des bisher genutzten Teils. Seit 2005 werden fast alle angelieferten Abfälle zur Müllverbrennungsanlage nach Burgkirchen transportiert und nicht mehr in der Deponie eingelagert.[2] Der Kiesabbau ist inzwischen eingestellt und das Gelände soll rekultiviert werden.

Derzeit plant das Landratsamt die alte Deponiegasfackel für das Entgasungssystem durch eine Neue zu ersetzen.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gerhard Bilek-Sedlmeir: 50 Jahre Siedlung Winkl. Selbstverlag, 1996, S. 157.
  2. 2,0 2,1 https://www.lra-bgl.de/lw/umwelt-natur/abfall/kommunale-abfallwirtschaft/entsorgungsanlagen/abfalldeponien/
  3. Thomas Inderst, Helmut Schonert: Geschichte der Gemeinde Bischofswiesen. 2005, S. 213.
  4. Amtsblatt Nr. 33 vom 14. August 2018


47°40′47″N 12°55′55″E