Erasmuskapelle

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Erasmuskapelle
Ort Ainring
Adresse/Lage neben Au 26
Höhe 445 m
Koordinaten

47°47′15″N 12°56′24″O

Baujahr vermutlich um 1846
Denkmal-Nr. D-1-72-111-44

Die Erasmuskapelle ist eine denkmalgeschützte Kapelle unterhalb von Au in der Gemeinde Ainring, die dem Heiligen Erasmus von Antiochia gewidmet ist.

Beschreibung

Sattel- und Walmdach

Die nach Südosten, zur Straße hin, ausgerichtete Kapelle steht südlich des Anwesens Au 26 zwischen der Gemeindeverbindungsstraße von Hammerau nach Bichlbruck und der Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden. Sie ist ein 3,70 Meter auf 2,40 Meter großer Massivbau mit einer Apsis. Die Wände bestehen aus Steinen und Ziegelsteinen und sind weiß verputzt. Der Putz weist ringsum in Bodennähe viele Schadstellen auf. Auf dem Mauerwerk ruht ein Satteldach mit Schindeldeckung das im Bereich der Apsis in ein Walmdach mit vier Walmen über geht. Den Zugang zur Kapelle bildet ein vergitterter Rundbogen. Das Gitter reicht dabei vom Boden bis zum Beginn des Bogens und besteht aus Schmiedeeisen. Im oberen Teil des Gitters ist ein Kreis mit dem Christusmonogramm IHS eingefügt.

Innenraum

Das Innere der Kapelle zeigt sich als kleiner rechteckiger Raum mit einer halbrunden Nische in der Rückwand. Der Boden besteht aus größeren rechteckigen Steinplatten und die Wände besitzen einen weißen Putz, der jedoch an zahlreichen Stellen erhebliche Schäden aufweist. Neben dem Eingangsportal ist linksseitig ein kleines Weihwasserbecken aus Stein eingemauert. An Ausstattungen gibt es lediglich einen Knieschemel.

Die Nische ist vom Kapellenraum vollständig mit einem schmiedeeisernen Gitter abgetrennt. In ihr steht auf einem Sockelband, das der halbrunden Rückwand folgt, ein Bild des Heiligen Erasmus von Antiochia. Das Bild wurde 1846 von Johann Georg Weibhauer gemalt.[1] Davor befindet sich ein freistehender rechteckiger Sockel mit einer blutüberströmten Jesusfigur an der Geisselsäule. Zwei Kerzen und ein paar Pflanzen umgeben die Figur.


Errichtet wurde die Kapelle in der Mitte des 19. Jahrhunderts.[2] Georg Gschwendner renovierte sie 1978 mit Mitteln aus dem Kulturfonds des Berchtesgadener Landes.[1] Bis etwa 2007 umrahmten zwei große Lärchenbäume und mehrere Pflanzen das Bauwerk.

Sonstiges

Ein paar Meter von der Kapelle abgesetzt steht eine einzelne Holzbank.

Etwa 110 Meter der Straße nach Hammerau folgend findet sich das Breu-Marterl.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Hans Niedermann & Wolfgang Hetzenecker: Ainringer Wegzeichen. 1. Auflage 2008, Ortmann Te@m Ainring, Herausgeber Gemeinde Ainring, S. 83.
  2. Denkmaleintrag "D-1-72-111-44" in der Bayerischen Denkmalliste für Ainring