Kugelbachweg

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Kugelbachweg
REI-Kugelbachweg.JPG
Orte Bad Reichenhall
Ortsteile Kirchberg
Verlauf Nordost-Südwest
Länge 3,3 km
Spuren 1
Oberfläche Asphalt; Schotter
Fußwege keine
Sanierungen 2011
Beschränkungen
12t
Zeichen 250.svg
Frei für Forstbetrieb und Fahrtberechtigte

Der Kugelbachweg ist eine etwa 260 Meter lange Straße und eine daran anschließende Forststraße im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein. Sie ist nur einspurig befahrbar und meist steil.

An der Straße befinden sich die Amalienruhe, die Berghütte Paul-Gruber-Haus und zwei nach dem Kugelbach benannte Gebäude. Außerdem ist am Beginn der Forststraße der Rettungstreffpunkt BGL-1030.

Geschichte

Bereits seit dem Mittelalter dürfte die Straße existieren. Sie war vermutlich jahrhundertelang die Handelsstraße von Bad Reichenhall über Schneizlreuth in den Pinzgau. Ihr Bedeutung verlor sie erst ab Ende des 16. Jahrhunderts mit dem Bau der Straße über den Antoniberg (heute die St 2101).[1]

Am 8. Mai 1945 gegen 17 Uhr wurden am Parkplatz 11 (12) französische SS-Angehörige von französischen Soldaten erschossen und drei Tage später dort begraben. Das Grab wurde ein paar Jahre später auf den Friedhof St. Zeno verlegt und nur ein Gedenkkreuz am Parkplatz stehen gelassen.[2]

Im Frühjahr 2011 bekamen die Gebäude an der Straße einen Anschluss ans Kanalnetz und die Straße eine neue Asphaltierung.

Verlauf

Der Kugelbachweg zweigt von der Thumseestraße steil bergauf in Richtung Norden/Nordwesten ab. Nach wenigen Metern folgt eine unübersichtliche Linkskurve nach Süden. Danach wird die Straße flacher und endet dann als öffentliche Straße am Wanderparkplatz Kugelbach. An die öffentliche Straße schließt die gleichnamige Forststraße an, die, wieder mit einer größeren Steigung, nach einer großen Rechtskurve fast gerade in den Wald hinauf bis zum Paul-Gruber-Haus führt.

Name

Benannt ist die Straße nach dem Bach Kugelbach. Er entspringt zwischen dem Pflasterbachhörndl und dem Gebersberg in der Nähe des Paul-Gruber-Hauses und fließt nach Südwesten zum Schneizlreuther Ortsteil Ulrichsholz.

Einzelnachweise

  1. Birgit Gruber-Groh: Historischer Atlas von Bayern. Altbayern Reihe I Heft 57: Bad Reichenhall 1995, S. 19..
  2. Fritz Hofmann: Die Schreckensjahre von Bad Reichenhall., S. 141..