Bundesstraße 999

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Bundesstraße 999
Höhe Bushaltestelle Dora
Höhe Bushaltestelle Dora
Typ Bundesstraße
Orte Berchtesgaden; Eck
Ortsteile Oberau; Obersalzberg
Koordinaten

47°37′45″N 13°5′33″E

Verlauf Ringstraße
Länge 15,162 km[1]
Spuren 2
Oberfläche Asphalt
Fußwege keine
Baujahr 1937-1940 & 1953-1955
Baulastträger Bund
Besonderheiten
  • großteils Mautpflichtig
  • höchstgelegene Bundesstraße Deutschland
  • Panoramastraße
Beschränkungen Mautstrecke

Die Bundesstraße 999 (Abkürzung B 999) ist eine hochalpine Bundes- und Panoramastraße im Göllmassiv in der Marktgemeinde Berchtesgaden und dem gemeindefreien Gebiet Eck, sowie in Österreich. Ein Großteil der Strecke gehört zur Roßfeldpanoramastraße und ist mautpflichtig.

Verlauf

Im nördlichen Gebiet von Oberau zweigt die B 999 in einem engen Bogen von der Kreisstraße BGL 9 nach Süden ab. Sie windet sich von dort mit einer durchgehend erheblichen Steigung über zahlreiche Kurven und zwei Serpentinen hinauf zum Roßfeld. Hier führt sie dicht am Hennenköpfl vorbei und dann über die Scheitelstrecke nach Südwesten zum Ahornbüchsenkopf. Nachdem die Bundesstraße den Berg halb umrundet hat, fällt sie mittels Serpentinen und Kurven steil nach Obersalzberg ab und mündet dort neben der Siedlung Klaushöhe in die B 319 (am Übergang Scharitzkehlstraße / Obersalzbergstraße) ein.

Zwischen der BGL 9 und dem Ahornbüchsenkopf trägt die Bundesstraße den Namen Roßfeldstraße und zwischen dem Ahornbüchsenkopf und der B 319 den Namen Purtschellerstraße.

Streckendaten

Die Straße besitzt eine Gesamtlänge von 15,16 Kilometern, wovon 1,36 Kilometer auf österreichischem Staatsgebiet (Gemeinde Kuchl) liegen. Diese 1,36 Kilometer verteilen sich auf zwei kurz hintereinander folgende Streckenabschnitte mit 670 und 690 Metern Länge entlang der Scheitelstrecke. Aufgrund dieser Besonderheit überquert die Bundesstraße viermal die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich. Der Staatsvertrag „Vertrag zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland über den Durchgangsverkehr auf der Roßfeldstraße“ regelt dabei die Grenzangelegenheiten.

Von den 15,16 Kilometern gehören ca. 11,5 Kilometer (Mautstation bis Mautstation) zur mautpflichtigen Roßfeldpanoramastraße. Die anderen 3,7 Kilometer sind öffentlich und bilden die 3,4 Kilometer lange Nordzufahrt in Oberau sowie die 250 Meter lange Südzufahrt in Obersalzberg / Klaushöhe.

Aufgrund der Gebirgslage weist die Bundesstraße im gesamten Verlauf erhebliche Höhenunterschiede von bis zu 700 Höhenmetern auf. Den höchsten Punkt stellt die Scheitelstrecke zwischen Ahornbüchsenkopf und Hennenköpfl mit rund 1.550 Metern dar und die niedrigsten Punkte die beiden Straßenenden in 960 Meter in Obersalzberg und in 850 Meter in Oberau. Die beiden Mautstationen liegen in 1.180 Metern (Nord) und 980 Metern (Süd) Höhe.

Geschichte

Im April 1937 begannen die Nationalsozialisten mit dem Bau der Bundesstraße als besonderen Abschluss der Deutschen Alpenstraße. Bis zum kriegsbedingten Baustopp im Jahr 1940 war die Straße bereits fast vollständig im Rohbau hergestellt. Lediglich ein ca. 800 Meter langer Abschnitt im südlichen Teil der Scheitelstrecke fehlte noch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Landrat des Landkreises Berchtesgaden, Karl Theodor Jacob, den Bundesverkehrsminister Dr. Hans-Christoph Seebohm davon überzeugen, die Straße zu vollenden. Die Vervollständigung mitsamt notwendiger Restbauarbeiten an der gesamten Strecke wurde von 1953 bis 1955 durchgeführt.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Straßeninformationssystem