Sender Winkl

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Sender Winkl
Sender Winkl.JPG
Ort Bischofswiesen
Lage Straße Hillebrand am Finsterstein in Loipl
Koordinaten

47°39′38″N 12°56′47″E

Höhe 808 m
Betreiber
Technische Daten
Turmhöhe ca. 41 m
Zugänglichkeit Nein
Material Beton
Baujahr um 1970
Sendebeginn um 1971
Stilllegung Analog-TV: 29. April 2008
Nutzung Mobilfunk; früher Analog-TV
Empfangsgebiet weite Teile von Bischofswiesen; einige Teile von Berchtesgaden

Der Sender Winkl ist ein Mobilfunksendemast und früherer Fernsehfüllsender auf dem Finsterstein in Loipl, Bischofswiesen. Der Name kommt vom unterhalb des Bergs liegenden Ortsteil Winkl.

Geschichte

Gebaut wurde der Sender zeitgleich mit den anderen Sendeanlagen der Bundespost in der Region um 1970. Der Bayerische Rundfunk erwähnte ihn erstmals in seinem Geschäftsbericht von 1971. Er wurde als Fernsehfüllsender für das „Studienprogramm“ (heute „BR Fernsehen“) aufgeführt.[1]

Mit der Abschaltung des analogen Fernsehens am 29. April 2008 zugunsten des digitalen Fernsehens verlor Winkl seine Funktion als Rundfunksender. Seitdem finden sich an dem Standort nur noch Mobilfunkanlagen verschiedener Anbieter.

Sendeanlage

Antennenanlagen am Sender

Die Sendeanlage steht auf dem Finsterstein nur wenige Meter vom Gipfel entfernt. Die Zufahrt erfolgt über die kleine Straße Hillebrand.

Der Sendemast ist ein etwa 41 Meter hoher Betonmasten. An seiner Spitze befinden sich mit etwas Abstand zueinander zwei Plattformen zwischen denen ringsum zahlreiche Stahlrohre montiert sind. An diesen Rohren sind die Antennen der Mobilfunkanbieter angebracht. Ein Stück unterhalb der Plattformen finden sich direkt am Mast noch weitere Mobilfunkantennen.


Die Signalzuführung des Fernsehsenders erfolgte wahrscheinlich vom Grundnetzsender Högl in Anger. Dessen Signale kommen durch den Taleinschnitt von Hallthurm gerade noch knapp am Vorderen Rotofen vorbei bis zum Sender Winkl. Vermutlich war der Sender Winkl auch ein Zubringer für die Sendeanlagen der Bundespost im Bereich Berchtesgaden.

Für einen Füllsender verfügte Winkl über eine ungewöhnlich hohe Sendeleistung von mehreren hundert Watt. Dies diente wahrscheinlich dazu, auch noch entlegenere Gebiete von Loipl und Winkl mit einem genügend starken Signal zu versorgen. Auch im Falle als Zubringer für weitere Sendeanlagen, wäre an diesen dadurch ein ausreichend gutes Signal angekommen.

Senderliste

Sendername Frequenz Leistung (W) Antennendiagramm Polarisation
Bayerischer Rundfunk (anfangs Studienprogramm) 695.25 (Kanal 49) 560 gerichtet horizontal

Einzelnachweise

  1. BR Geschäftsbericht 1971