Sulzberg

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Sulzberg
Sulzberg.JPG
Orte Schönau am Königssee
Koordinaten

47°37′2″N 12°59′33″E

Gebirge Watzmann
Höhe 679m
Gestein Wettersteinkalk; Schotter; Haselgebirge
Erschließung Straßen; Forststraßen; Wege

Der Sulzberg (auch Sulzbergkopf; früher auch Sulzenstein) ist eine Erhebung in der Gemeinde Schönau am Königssee und der mit Abstand kleinste Berg des Watzmannmassivs.

Lage

Der Berg bildet das nördlichste Gemeindegebiet von Schönau am Königssee und schließt mit seinem Nordhang direkt an die Ortsgrenze zur Marktgemeinde Berchtesgaden an. Er gehört zum Ortsteil Oberschönau.

Beschreibung

Der Sulzberg ist das Ende eines flachen Ausläufers des Watzmannmassives und auch dessen kleinster Berg. Er wird nach Westen hin von der Ramsauer Ache, nach Osten hin von der Königsseer Ache und nach Norden hin vom Zusammenfluss beider zur Berchtesgadener Ache abgeschlossen. Die Südseite geht in eine erhöhte Ebene in Richtung Watzmann über, auf dem ein paar Ortsteile von Schönau am Königssee liegen.[1]


Aufgrund seiner flachen Gestalt, weist der Sulzberg keinen typischen Gipfel auf. Der höchste Punkt versteckt sich unscheinbar in einem Wald. Dem Wald schließen sich zu allen Seiten, außer der Ostseite, größere Wiesen oder Bebauungen an. An der Ostseite findet sich das Naturschauspiel Nasse Wand, bei dem über eine breite Felswand Wasser zur Königsseer Ache hinab fließt. Im Winter bilden sich an der Wand große Eisblöcke und Eiszapfen.

Früher einmal soll es im Bereich der Schwöbbrücke eine salzhaltige Quelle gegeben haben. Weitere Erkenntnisse dazu gibt es jedoch nicht.[2]

Erschließung

Durch die verteilte Besiedelung, ist der Sulzberg vollständig mit Straßen, Forststraßen und Wegen erschlossen. Die wichtigste Straße ist die Kreisstraße BGL 1, die von Norden auf die Hochebene führt und sich westlich des Gipfels weiter in das Gemeindegebiet zieht. Von dieser verzweigen sich zahlreiche Ortsstraßen, die in fast jeden Bereich des Bergs reichen. Daneben finden sich in den unbebauten Gebieten noch einige Forststraßen und Wanderwege.

Bebauung

Dadurch, dass der Sulzberg weitgehend flach ist und nur wenige Abhänge aufweist, finden sich über den ganzen Berg verstreut Bebauungen.

Knapp neben dem Gipfel steht etwa der UKW-Sender Berchtesgaden des Bayerischen Rundfunks. Er versorgt weite Teile des südlichen Landkreises mit verschiedenen Radioprogrammen und anderen funktechnischen Anlagen.

Am Nordhang befindet sich seit 2009/2010 das Biomasseheizkraftwerk Berchtesgaden, das einige Gebiete von Berchtesgaden, Bischofswiesen und Schönau am Königssee mit Fernwärme versorgt. Direkt daneben liegt der 1948 angelegte Bergfriedhof Schönau am Königssee. Bis 1938 stand an dieser Stelle das Schloss Lustheim des Fürstpropstes Franz Anton Josef von Hausen-Gleichenstorff.

Weiters finden sich zahlreiche Anwesen, kleinere Siedlungen und Bauernhöfe. Viele davon gibt es bereits seit Jahrhunderten, wie zum Beispiel die Lehen Untersulzberg und Steinwand, die bereits 1387 in Erbrechtskaufbriefen erwähnt werden.[3]

Name

Sulz ist ein alter Begriff für Salz/Sole. Der Name bedeutet also Salzberg. Früher kam auch noch der Name Sulzenstein vor.

Nach dem Berg ist der Sulzbergweg benannt.

Einzelnachweise

  1. https://www.openstreetmap.org/relation/2110290
  2. Adam Maltan: Chronik der Gemeinde Schönau am Königssee. 1985, S. 134.
  3. Andreas Fendt: Erste urkundliche Erwähnung von 453 Berchtesgadener Lehen. 1996, Berchtesgadener Schriftenreihe Nr. 23, Verein für Heimatkunde des Berchtesgadener Landes, S. 9.