Umgehungsbrücke Stanggaß

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Umgehungsbrücke Stanggaß
BW-Umgehungsbrücke.JPG
Orte Bischofswiesen
Ortsteile Stanggaß
Verlauf Nordost-Südwest
Länge 100 m
Spuren 2
Oberfläche Asphalt
Fußwege beidseitig
Fußwegbelag Asphalt
Baujahr 1938
Besonderheiten Bögen aus Steinen vom Triftplatz Schönau am Königssee

Umgehungsbrücke Stanggaß ist eine Bundesstraßenbrücke in der Gemeinde Bischofswiesen.

Geschichte

Lange Zeit war die Straße durch Stanggaß (heutige St 2097) die Hauptstraße nach Berchtesgaden. Ab 1937 begann das Straßenbauamt mit dem Bau der Umgehungsstraße über Strub zur B 305.[1]

Als die Straßenbauverwaltung zeitgleich im Landkreis die B 305 zur Deutschen Alpenstraße ausbaute, musste der Triftplatz beim Hauptbahnhof Berchtesgaden einem Großparkplatz zur Entlastung des Bahnhofbereichs weichen. Da das Forstamt als bisheriger Besitzer keine Verwendung mehr für die alten handbehauenen Kalksteine des Triftkanals hatte, gingen diese ebenfalls an das Straßenbauamt. Aufgrund des historischen Hintergrunds der Steine führte das Straßenbauamt die Steinblöcke kurzerhand einer neuen Bestimmung zu und baute 1938 damit die Gewölbe der neuen Umgehungsbrücke bei Stanggaß in Bischofswiesen.[2]

Die gesamte Umgehungsstraße wurde 1939 fertig gestellt.[1]

An die Steine und ihre Herkunft von der Trift erinnert eine Gedenktafel die in die Brücke eingebaut ist, siehe #Inschrift.

Beschreibung

Die Umgehungsbrücke befindet sich zwischen der Kreuzung B 20St 2097 und der Abzweigung zur Straße An der Ache. Sie ist etwa 100 Meter lang und ca. 12 Meter breit. Durch zwei Gewölbe führen einerseits die Bischofswiesener Ache und andererseits die Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden mit dem Weg An der Ache.

Auf der Brücke liegt die zweispurige B 20 (Silbergstraße) und beidseitig schmale Fußwege. Als Absturzsicherungen dienen beidseitig etwa ein Meter hohe steinerne Brüstungsmauern.

Inschrift

Aus den Steinen der alten
Trift in Berchtesgaden
entstanden im Jahr 1938

die Gewölbe dieser Brücke

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Thomas Inderst, Helmut Schonert: Geschichte der Gemeinde Bischofswiesen. 2005, S. 213.
  2. Günther Gödde: Die Holzbringung aus dem Einzugsgebiet des Königssees. Nationalpark Berchtesgaden – Forschungsbericht 38, S. 60.