Golling

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südliche und östliche Wiesen am Golling mit der Burg

Golling ist eine örtliche Bezeichnung für ein Naherholungsgebiet um die Burg Gruttenstein in Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain. Entlang der Gmainer Straße verläuft die Ortsgrenze.

Das Gebiet ist auf den meisten Karten nicht verzeichnet, da es kein offizieller Flurname ist.

Lage

Der Golling befindet sich im Südosten von Bad Reichenhall bzw. im Südwesten von Bayerisch Gmain.

Das Gebiet umfasst die Wiesen oberhalb der Alten Saline, vorbei an der Altstadt bis zur B 20 auf Gmainer Gebiet. Von dort weiter zur Gruttensteinstraße, dem Streitbichlhof (Streitbichlbauer) und wieder auf Reichenhaller Gebiet zur Burg Gruttenstein und der Saline.

Stadtmauer

Über die Wiesen verlief früher die Stadtmauer zwischen Bergweg und Dreifaltigkeitsgasse zur Burg Gruttenstein, weiter nach Süden zum Pulverturm und dann hinab zum Peter- und Paulturm.

Türme

Pulverturm mit einem Teil der Stadtmauer

Am Golling befanden sich entlang der Stadtmauer vier Türme, wovon heute nur noch der Pulverturm existiert.

Pulverturm

Der Pulverturm ist der einzig noch erhaltene Turm der Stadtmauer am Golling. Er steht im südwestlichen Bereich direkt an einem Abhang zum Glück im Winkel und dem früheren Gaswerk (heute ein Einkaufszentrum). Daneben befinden sich noch größere Reste der Stadtmauer. Der Turm wurde 1986 durch den Verein für Heimatkunde saniert.

Verkehr

Der Golling ist aus Bad Reichenhall von der Berchtesgadener Straße (B 20) über die eingeschränkt öffentliche Straße Gmainer Straße erschlossen. Die Benutzung mit Kraftfahrzeugen ist nur Anliegern erlaubt. Von Bayerisch Gmain führt die Sonnenstraße zum Gebiet.

Weiter führen drei Treppen von der Innenstadt hinauf:

Die Fußwege um die Burg tragen den Namen Pfannhauserweg.

Kirchholztunnel

Beim geplanten Kirchholztunnel sollte ein ganz erheblicher Teil der südöstlichen Wiesen an der B 20 für das Tunnelportal und einen Kreisverkehr entfernt werden. Auch eine Beeinträchtigung der Solequellen ist möglich.

Sonstiges

Neben der Burg befindet sich ein Zwischenbehälter für das Aufschlagwasser der Pumpräder in der Alten Saline. Das Wasser kommt unter anderem vom Wanderzentrum Bayerisch Gmain aus den Bächen Wappach und Weißbach. Zu sehen ist ein Teil der Leitung etwas weiter ostwärts an der Ecke Bergweg/Sonnenstraße. Direkt daneben steht ein Unterbrecher der Soleleitung Berchtesgaden – Hallthurm – Bad Reichenhall. An dem Unterbrecher steht die auffällige Stieleiche an der Burg Gruttenstein.

Auch der früher für die Saline wichtige Feuerwachturm (Pfannhauserweg 2) befindet sich direkt an einem Abhang oberhalb der Saline.

Die Wiese auf Bayerisch Gmainer Grund zur Gruttensteinstraße beim Streitbichlbauer wurde im Winter regelmäßig als Skipiste mit Lift benutzt.

Etwa auf Hälfte der Strecke der Gmainer Straße befindet sich links die Solebohrung REI 9 der Saline.


47°43′11″N 12°52′43″E